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Architecture as "Petrified Music": The Theoretical Reflection of Architecture in German Romanticism and in the Writings of Bernhard Grueber

The result's identifiers

  • Result code in IS VaVaI

    <a href="https://www.isvavai.cz/riv?ss=detail&h=RIV%2F60461071%3A53810%2F14%3A%230000088" target="_blank" >RIV/60461071:53810/14:#0000088 - isvavai.cz</a>

  • Result on the web

  • DOI - Digital Object Identifier

Alternative languages

  • Result language

    němčina

  • Original language name

    „Architektur als „versteinerte Musik“: Die theoretische Reflexion der Architektur in der deutschen Romantik und bei Bernhard Grueber“

  • Original language description

    Analogien der Architektur mit der Musik sind schon der altertümlichen Ursprung. Um 1800 durchlief jedoch der Inhalt dieses Vergleichs grundlegende Änderung. In der Ästhetik des deutschen Idealismus hörten Proportion und Ordnung auf, primärer Maßstab der Schönheit zu sein, wobei das selbst erkennende Subjekt begann, entscheidend zu sein. Als verbindendes Zeichen von Architektur und Musik wurde dann nicht mehr die mathematische Proportionalität erachtet, sondern der Rhythmus – eine mit der Zeitlichkeit verbundene Kategorie. In der deutschen Romantik erschien der Vergleich der Architektur mit „erstarrter“, „gefrorener“ oder „versteinerter“ Musik. Theorie der Architektur nahm Paradigma der Naturwissenschaften an und begann in der Kunst die Wirkung von Naturprozessen zu suchen. Die Architektur, die bislang die Repräsentation der vollkommenen Ordnung des Universums gewesen war, begann in den zeitlichen und räumlichen Dimensionen der Natur und des menschlichen Lebens aufgefasst zu werden. Sie wurde dann als Ergebnis eines schöpferischen Prozesses betrachtet, der von inneren Prinzipien und durch die Kraft eines dynamischen, ungebundenen und vielfältigen Lebens der Natur geleitet wurde. Sie wurde zur Natur selbst, in der verschiedene „Magnet-“ und „Kristallisationskräfte“ wirken. Während im Gestalt der Gewächse die Ordnung gesucht wurde, wurde Architektur mit ordentlichen Naturbildungen wie Tropfsteine und Kristalle verglichen. Im architektonischen Diskurs wurzelte der Begriff „ein organischer Bau“. Das Metapher „gefrorene“ oder „versteinerte Musik“ finden wir bei mehreren Autoren de 19. Jahrhundert. Keiner von ihnen aber entfaltete sie in ein so farbiges Bild, wie Bernhard Grueber (1806-1882), Professor an der Prager Akademie für bildende Kunst. In seinen Fachaufsätzen betrachtet er die Architektur als ein den gesetzlichen und dynamischen Naturprozessen untergeordnetes lebendiges Organismus. Eine Reihe seiner Ideen begegnen wir in Betrachtungen der Modernisten um 1900.

  • Czech name

  • Czech description

Classification

  • Type

    J<sub>x</sub> - Unclassified - Peer-reviewed scientific article (Jimp, Jsc and Jost)

  • CEP classification

    AL - Art, architecture, cultural heritage

  • OECD FORD branch

Result continuities

  • Project

    <a href="/en/project/DF12P01OVV041" target="_blank" >DF12P01OVV041: Art, architecture, design and national identity</a><br>

  • Continuities

    P - Projekt vyzkumu a vyvoje financovany z verejnych zdroju (s odkazem do CEP)

Others

  • Publication year

    2014

  • Confidentiality

    S - Úplné a pravdivé údaje o projektu nepodléhají ochraně podle zvláštních právních předpisů

Data specific for result type

  • Name of the periodical

    Umění

  • ISSN

    0049-5123

  • e-ISSN

  • Volume of the periodical

    62

  • Issue of the periodical within the volume

    5

  • Country of publishing house

    CZ - CZECH REPUBLIC

  • Number of pages

    15

  • Pages from-to

    439-453

  • UT code for WoS article

  • EID of the result in the Scopus database