Sudeten German Archives and Archivists 1918-1938. Between National Struggle and Science
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němčina
Název v původním jazyce
Sudetendeutsche Archive und Archivare 1918?1938. Zwischen Volkstumskampf und Wissenschaft
Popis výsledku v původním jazyce
Die Monographie untersucht das Phänomen des sudetendeutschen Archivwesens in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit als einen Bereich, der bisher mehr oder weniger am Rande des wissenschaftlichen Interesses lag. Es war die Zwischenkriegszeit, in der die Position der Deutschen in den böhmischen Ländern im Vergleich zur Zeit vor 1918 geschwächt war. Die veränderte Lage zwang diese nationale Gruppe dazu, ihre Strategien gegenüber der tschechischen bzw. tschechoslowakischen Mehrheitsnation neu zu definieren. Die Sudetendeutschen mussten sich mit der Tatsache abfinden, dass sie weder auf der legislativen Ebene noch in der Regel aus eigenem Antrieb in die Position eines staatsbildenden Elements versetzt werden wollten. Während sich das nationale Streben der Tschechen nach 1918 auf den Staat bezog (wie dies auch bei den Deutschen in der Habsburgermonarchie bis 1918 der Fall war), konzentrierten sich die Sudetendeutschen nach der Gründung der Tschechoslowakei mehr auf den Bereich der Kultur als Ausdruck ihrer Identität. Diese externen Aspekte spiegelten sich schon bald mehr oder weniger stark in den Strategien der Gedächtnisinstitutionen wider, die Archive nicht ausgenommen.Das methodische Grundpostulat, das ich in diesem Buch verfolge, ist die Vorstellung, dass Archive keineswegs ein dauerhaftes und unveränderliches Element sind. Vielmehr sind sie etwas, das sich im Fluss befindet und dessen Funktionen verschiedenen Veränderungen unterliegen können. Gerade um dies zu betonen, wurde der Untertitel gewählt, der näher bringt, wie zwiespältig (nicht nur) sudetendeutsches Archivwesen war. Die nationale Rivalität konnte einige der Modernisierungsprozesse in diesem Bereich beschleunigen.In einzelnen Kapiteln wird von einem institutions- und vereinsbezogenen Ansatz ausgehen, der einen Gerüst des sudetendeutschen Archivwesens gebildet hat. Nachfolgend werden diejenigen Aspekte untersucht, die die Verhältnisse zwischen den sudetendeutschen und tschechischen Archivaren präsentieren. Die Monographie wird des Weiteren den Bedingungen und Möglichkeiten der Tätigkeit sudetendeutscher Archivare in der Tschechoslowakei und den unterschiedlichen Rollen, die die verschiedenen Archive für die sudetendeutsche Gesellschaft spielten, viel Aufmerksamkeit widmen. Die Kontakte zur deutschen Umwelt (die selbst das sudetendeutsche Archivwesen direkt oder indirekt lenken wollte), die für die sudetendeutschen Archivare in vielerlei Hinsicht entscheidender waren als ihre Verbindungen nach Prag, werden dabei nicht ausgespart.
Název v anglickém jazyce
Sudeten German Archives and Archivists 1918-1938. Between National Struggle and Science
Popis výsledku anglicky
The monograph notes the phenomenon of Sudeten German archival schience in interwar Czechoslovakia as a sphere that has so far been more or less on the fringes of professional interest. It was the interwar period, when the position of Germans in the Czech lands weakened compared to the earlier period, that forced this national group to redefine its strategies towards the majority Czech, or rather Czechoslovak, nation. The Sudeten Germans had to come to terms with the fact that they were not on the legislative level, nor did they usually want to be placed in the position of a state-forming element of their own free will. While after 1918 the national aspirations of the Czechs were linked to the state (similarly to the Germans living in the Habsburg monarchy until 1918), the Sudeten Germans, after the establishment of Czechoslovakia, focused more on the area of the culture as a proof of their identity. These external aspects soon began to be reflected to a greater or lesser extent in the strategies of memory institutions, including archives.The book pays attention to both the areas of friction between Sudeten German and Czech archivists, but also to evidence of mutual cooperation. The extent to which this national rivalry accelerated some modernization processes in the field has so far been overlooked in Czech archival historiography.The initial methodological postulate that I follow in the book is the idea that archives are by no means a permanent and unchanging element. On the contrary, they are something that changes and whose functions can be subject to various changes. The monograph will therefore pay great attention to the conditions and possibilities of the realization of Sudeten German archivists in Czechoslovakia and the various roles that individual archives played for Sudeten German society. We cannot avoid contacts with the German environment, which was in many ways more fundamental for Sudeten German archivists than their ties to Prague.
Klasifikace
Druh
B - Odborná kniha
CEP obor
—
OECD FORD obor
60101 - History (history of science and technology to be 6.3, history of specific sciences to be under the respective headings)
Návaznosti výsledku
Projekt
—
Návaznosti
I - Institucionalni podpora na dlouhodoby koncepcni rozvoj vyzkumne organizace
Ostatní
Rok uplatnění
2025
Kód důvěrnosti údajů
S - Úplné a pravdivé údaje o projektu nepodléhají ochraně podle zvláštních právních předpisů
Údaje specifické pro druh výsledku
ISBN
978-3-643-25160-2
Počet stran knihy
330
Název nakladatele
LIT Verlag
Místo vydání
Münster
Kód UT WoS knihy
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